Viele Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Schwangerschaft entstehen, können als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Wir zeigen dir, welche Kosten du absetzen kannst und wie du sie in der Taxfix-App angeben kannst.

Diese Kosten kannst du absetzen

Rechnungen

  • für Medikamente und Untersuchungen (dabei ist ein Nachweis über die medizinische Notwendigkeit nötig. Dafür sollte dein Arzt ein Attest ausstellen)

  • für künstliche Befruchtungen

  • für ärztlich verordnete Bäder, Massagen und Gymnastik

  • für die Hebamme, den entbindenden Arzt und das Krankenhaus

Kursgebühren

  • für ärztlich verordnete Schwangerschaftsgymnastik

  • für den Geburtsvorbereitungskurs

Fahrtkosten

  • zu Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt

  • zur Schwangerschaftsgymnastik

  • zum Geburtsvorbereitungskurs

  • ins Krankenhaus zur Entbindung

Fährst du mit deinem eigenen Auto, kannst du die Fahrt wie eine Dienstreise mit der Reisekostenpauschale abrechnen. Für jeden gefahrenen Kilometer auf dem Hin- und Rückweg setzt du 30 Cent ab.

Nicht absetzbare Kosten

Nicht absetzbar sind hingegen Kosten für Umstands- und Babykleidung oder etwa die Einrichtung eines Babyzimmers. Das sind alles Ausgaben der allgemeinen Lebensführung, die du in deiner Steuererklärung nicht angeben kannst.

Bist du selber für die Kosten aufgekommen?

Du kannst nur eigene Ausgaben absetzen. Hat deine Krankenkasse, Versicherung oder dein Arbeitgeber Kosten übernommen, darfst du dir diese nicht steuermindernd anrechnen lassen.

Die Krankenkasse übernimmt normalerweise einen Großteil der Behandlungskosten. Dazu gehören bestimmte Vorsorgeuntersuchungen und der Geburtsvorbereitungskurs. Erhältst du weitere Untersuchungen, übernimmt sie die Krankenkasse nur, wenn sie wegen einer Risikoschwangerschaft entstehen.

Wie werden Kosten für die Schwangerschaft steuerlich behandelt?

Deine Kosten für die Schwangerschaft und Geburt sind als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Das sind unvermeidbare Ausgaben, die dir beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen entstehen.

Bei außergewöhnlichen Belastungen gibt es allerdings ein Hindernis: Sie wirken sich steuermindernd erst dann aus, wenn du damit deine zumutbare Belastungsgrenze überschreitest. Diese ist individuell und abhängig vom Gesamtbetrag deines Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl deiner Kinder. In unserem Artikel zu außergewöhnlichen Belastungen findest du dazu weitere Informationen.

So gibst du die Kosten in der Taxfix-App an

Kosten, die dir während der Schwangerschaft entstanden sind, kannst du in der Taxfix-App in der Kategorie “Gesundheit” angeben.

Unsere App fragt hier alle relevanten Kosten ab und berücksichtigt geltende Pauschalen, etwa für Fahrtkosten, automatisch. Auch deine zumutbare Belastungsgrenze wird bei Berechnung deiner Steuer berücksichtigt.


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